π― Lernziel
Am Ende dieser Lektion kΓΆnnen Sie ein Problem prΓ€zise formulieren und erste Belege dafΓΌr sammeln.
Am Anfang steht nicht das Produkt, sondern ein konkretes Problem einer erreichbaren Zielgruppe. Statt βKleine Unternehmen brauchen mehr Digitalisierungβ sollte die Formulierung prΓΌfbar sein, etwa: βHandwerksbetriebe verlieren bei kurzfristigen Terminverschiebungen Zeit, weil Kunden, Einsatzplan und Materialliste getrennt gepflegt werden.β
Belege sammeln
- Wie lΓΆsen Betroffene das Problem heute?
- Wie hΓ€ufig tritt es auf?
- Welche Zeit, Kosten oder Risiken entstehen?
- Wer entscheidet ΓΌber eine neue LΓΆsung?
- Welche Alternativen konkurrieren um Aufmerksamkeit und Budget?
Entwickeln Sie anschlieΓend mehrere LΓΆsungsrichtungen, bevor Sie sich entscheiden. Ein persΓΆnlicher Service, ein standardisiertes Paket und eine digitale Anwendung kΓΆnnen dasselbe Problem unterschiedlich lΓΆsen.
Wann beginnt die nΓ€chste Phase?
Die Validierungsphase beginnt, wenn mehrere unabhΓ€ngige Beobachtungen dasselbe Problem bestΓ€tigen, eine klar beschreibbare Zielgruppe erreichbar ist und mindestens eine realistische LΓΆsung getestet werden kann. Ein typischer Fehler ist es, bereits Marke, Website und Funktionsumfang auszubauen, obwohl noch unklar ist, ob das Problem dringend genug ist.
π‘ Tipp
FΓΌhren Sie ein kleines Problemprotokoll: Notieren Sie jede Beobachtung mit Datum, Situation und konkreter Folge des Problems.
β Das nehmen Sie mit
- Ich kann ein Problem konkret und prΓΌfbar formulieren.
- Ich weiΓ, welche Belege ich in der Ideenphase sammeln muss.
- Ich erkenne, wann der Γbergang zur Validierungsphase sinnvoll ist.