π― Lernziel
Am Ende dieser Lektion kΓΆnnen Sie verschiedene Finanzierungsquellen bewerten und fΓΌr Ihr Vorhaben einordnen.
Finanzierung sollte zum Meilenstein, Risiko und RΓΌckzahlungsprofil passen. MΓΆgliche Bausteine sind:
- Eigenmittel: hohe Entscheidungsfreiheit, aber eigenes Verlustrisiko
- Darlehen und FΓΆrderkredite: keine Anteilsabgabe, dafΓΌr Zins, Tilgung und BonitΓ€tsprΓΌfung
- ZuschΓΌsse: keine klassische RΓΌckzahlung, jedoch Voraussetzungen und Nachweise
- Beteiligungskapital: zusΓ€tzliche Mittel und Erfahrung, dafΓΌr Anteile und Mitspracherechte
- Kundenfinanzierung: Anzahlungen, Vorbestellungen oder bezahlte Piloten
Die KfW nennt beim ERP-GrΓΌnderkredit β StartGeld eine Finanzierung von Investitionen und laufenden Kosten bis zu 200.000 Euro, davon bis zu 80.000 Euro fΓΌr Betriebsmittel. Der Antrag lΓ€uft ΓΌber einen Finanzierungspartner.
Stammkapital ist nicht gleich Kapitalbedarf
Das gesetzliche Stammkapital einer GmbH betrΓ€gt mindestens 25.000 Euro (Β§ 5 GmbHG), eine Unternehmergesellschaft kann mit geringerem Kapital starten (Β§ 5a GmbHG). Diese Regeln sagen aber nichts darΓΌber aus, ob der Betrag fΓΌr Produktentwicklung, Miete und LiquiditΓ€t ausreicht.
Fragen zur Auswahl
Vergleichen Sie jede Finanzierungsform anhand konkreter Fragen: Reicht die LiquiditΓ€t bis zum nΓ€chsten Beleg? Sind Zins und Tilgung auch im Stressszenario tragbar? Welche Sicherheiten entstehen? Wie viel Entscheidungsspielraum geben Sie ab?
π‘ Tipp
PrΓΌfen Sie vor jeder Kredit-, Beteiligungs- oder FΓΆrderentscheidung, ob Laufzeit und Konditionen wirklich zu Ihrer Investition und Ihrem Risiko passen β holen Sie sich dazu fachkundige Beratung.
β Das nehmen Sie mit
- Ich kenne die wichtigsten Finanzierungsquellen fΓΌr Startups.
- Ich verstehe den Unterschied zwischen gesetzlichem Stammkapital und operativem Kapitalbedarf.
- Ich kann Finanzierungsformen anhand von Risiko, Laufzeit und Mitspracherechten vergleichen.