🎯 Lernziel

Am Ende dieser Lektion kΓΆnnen Sie einen LiquiditΓ€tsplan aufstellen und daraus Kapitalbedarf sowie Finanzierungsplan ableiten.

LiquiditΓ€tsplan

Die LiquiditΓ€tsplanung beantwortet die zentrale Frage: Haben Sie in jedem Monat genug liquide Mittel? Anders als die Gewinnrechnung zΓ€hlt hier der tatsΓ€chliche Zahlungszeitpunkt – Kunden zahlen oft spΓ€ter als geplant, Miete und LΓΆhne aber pΓΌnktlich.

Erfassen Sie monatlich Ein- und Auszahlungen fΓΌr mindestens zwΓΆlf Monate, besser fΓΌr 24 Monate oder drei Jahre mit monatlichem Detail im ersten Jahr. Achten Sie auf Vorlaufzeiten, saisonale Schwankungen und planen Sie einen Puffer fΓΌr EngpΓ€sse ein.

Kapitalbedarf und Finanzierungsplan

Aus Investitionen, Anlaufverlusten und LiquiditΓ€tspuffer ermitteln Sie den Kapitalbedarf: Wie viel Kapital brauchen Sie, bis Einnahmen die Ausgaben dauerhaft decken? Der Finanzierungsplan zeigt, wie diese LΓΌcke gedeckt wird – durch Eigenkapital, Bankkredit, FΓΆrderdarlehen oder ZuschΓΌsse.

  • Weisen Sie Fremd- und Eigenkapital klar getrennt aus.
  • BerΓΌcksichtigen Sie Tilgung und Zinsen in der LiquiditΓ€tsplanung.
  • Stellen Sie sicher, dass Kredit- oder FΓΆrderraten in denselben Monatsspalten erscheinen wie andere laufende Kosten.

πŸ’‘ Tipp

PrΓΌfen Sie ausdrΓΌcklich, ob Ihre vorhandenen Mittel reichen oder ob eine Finanzierung nΓΆtig wird, bevor die UmsΓ€tze greifen – das ist oft der Kern des BankgesprΓ€chs.

βœ… Das nehmen Sie mit

  • Ich kann einen monatlichen LiquiditΓ€tsplan fΓΌr mindestens zwΓΆlf Monate erstellen.
  • Ich verstehe den Unterschied zwischen Gewinn und LiquiditΓ€t.
  • Ich kann meinen Kapitalbedarf aus Investition, Anlaufverlusten und Puffer berechnen.
  • Ich habe Tilgung und Zinsen konsequent im LiquiditΓ€tsplan berΓΌcksichtigt.