π― Lernziel
Am Ende dieser Lektion kΓΆnnen Sie die Grundstruktur eines LiquiditΓ€tsplans mit allen relevanten Positionen aufbauen.
Ein praxistauglicher LiquiditΓ€tsplan ist einfach aufgebaut: Anfangsbestand, Einzahlungen, Auszahlungen und Endbestand β Monat fΓΌr Monat fortgeschrieben.
Anfangs- und Endbestand
Der Anfangsbestand ist das liquide Mittel zu Monatsbeginn. Der Endbestand ergibt sich aus Anfangsbestand plus Einzahlungen minus Auszahlungen und wird automatisch zum Anfangsbestand des Folgemonats. Ohne diese Fortschreibung ist der Plan nicht belastbar.
Einzahlungen
- ZahlungseingΓ€nge aus Umsatz oder Honorar (nach Zahlungsziel, nicht nach Rechnungsdatum)
- Privateinlagen und Eigenkapital
- Kredit- oder FΓΆrderauszahlungen
- Sonstige Einzahlungen (Kautionen, ZuschΓΌsse)
Auszahlungen
- Miete, Versicherungen, laufende Kosten
- Material- und Lieferantenzahlungen
- Personalkosten und Freelancer
- Steuern und Sozialabgaben
- Investitionen, Kredittilgung und Zinsen
- Privatentnahmen bzw. Unternehmerlohn
Definieren Sie zusΓ€tzlich eine MindestliquiditΓ€t β einen Puffer von ein bis drei Monatsfixkosten, unter den der Endbestand nicht fallen soll.
π‘ Tipp
Planen Sie Einzahlungen konservativ: Rechnen Sie mit dem tatsΓ€chlichen Zahlungsverzug Ihrer Kunden, nicht mit dem Wunschtermin.
β Das nehmen Sie mit
- Ich kenne die vier Grundbausteine eines LiquiditΓ€tsplans.
- Ich kann typische Einzahlungs- und Auszahlungspositionen benennen.
- Ich weiΓ, wozu eine MindestliquiditΓ€t dient.