🎯 Lernziel

Am Ende dieser Lektion können Sie die passende Beschäftigungsform wählen und wissen, was bei Auszubildenden und internationalen Bewerbern zu beachten ist.

Nicht jede Stelle erfordert eine unbefristete Vollzeitstelle. Neben dem klassischen unbefristeten Arbeitsvertrag stehen Ihnen befristete Verträge, Minijobs sowie die Beschäftigung von Werkstudierenden zur Verfügung. Welche Form passt, hängt vom tatsächlichen Arbeitsaufkommen, der Planungssicherheit und dem Budget Ihres Unternehmens ab. Prüfen Sie zudem, ob ein Tarifvertrag Mindestbedingungen vorschreibt.

Minijob: wichtige Eckdaten

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die monatliche Verdienstgrenze für einen Minijob bei 603 Euro (7.236 Euro im Jahr) und ist dynamisch an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt. Als Arbeitgeber zahlen Sie unter anderem einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung von 15 Prozent (5 Prozent in Privathaushalten).

Ausbildung und internationale Bewerber

Als Ausbildungsbetrieb können Sie junge Fachkräfte selbst ausbilden, sofern Ihr Unternehmen die Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes erfüllt. Bewerber aus der EU, dem EWR und der Schweiz dürfen aufgrund der Freizügigkeit ohne gesonderte Arbeitserlaubnis arbeiten. Bei Bewerbern aus Drittstaaten regelt § 4a Aufenthaltsgesetz den Zugang zur Erwerbstätigkeit – ist die Beschäftigung beschränkt, muss vor Arbeitsaufnahme die Bundesagentur für Arbeit nach § 39 Aufenthaltsgesetz zustimmen.

💡 Tipp

Prüfen Sie den Aufenthaltstitel ausländischer Bewerber immer sorgfältig vor Vertragsunterschrift – so vermeiden Sie eine unwirksame Beschäftigung und mögliche Bußgelder.

✅ Das nehmen Sie mit

  • Ich kenne die gängigen Beschäftigungsformen und ihre Einsatzbereiche.
  • Ich weiß, welche Regeln für Minijobs gelten.
  • Ich kann einschätzen, wann eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nötig ist.