Buchführung: Wie kontrolliere ich meine Einnahmen und Ausgaben?

Buchführung: Wie kontrolliere ich meine Einnahmen und Ausgaben?

Um den Erfolg oder auch Misserfolg Ihres Business entsprechend bewerten zu können, müssen Sie als Gründer über ein kaufmännisches Know-how verfügen. Es gibt eine Vielzahl an wirtschaftlichen Instrumenten, die Sie über den Verlust oder Gewinn Ihres Unternehmens Bescheid wissen lassen.

 

Crashkurs: Das kaufmännische Einmaleins

 

„Wie steht es um mein Unternehmen?“ Diese Frage werden Sie sich als Jungunternehmer noch oft stellen. Damit Sie diese auch beantworten können, greifen Sie bei folgendem Wissensbedarf auf die richtige Informationsquelle zurück.
 

Buchführung: Welche Einnahmen und Ausgaben hat mein Unternehmen?
Liquiditätsplanung: Ist mein Unternehmen zahlungsfähig?
Kostenrechnung: Wie hoch sind die Kosten, die mein Unternehmen hat?
Preiskalkulation: Welche Preise stelle ich für meine Produkte oder Dienstleistung?
Forderungsmanagement: Sind alle Kundenrechnungen beglichen?
Umsatzrentabilität: Wie ertragsreich arbeitet mein Unternehmen?
Jahreserfolgsrechnung: Wie hoch ist mein Gewinn bzw. Verlust?

 

Einnahmen und Ausgaben: Einfache und doppelte Buchführung

 

Mit Hilfe der Buchführung schaffen Sie sich einen Überblick über all die Einnahmen und Ausgaben Ihres Unternehmens. Voraussetzung ist, dass die Buchführung vollständig ist. Damit Sie Ihrer Pflicht künftig ordnungsgemäß nachkommen können, informieren Sie sich, in welcher Form Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben festhalten müssen.

In der Buchhaltung werden zwei Arten der Buchführung unterschieden: die einfache Buchführung und die doppelte Buchführung.

Die einfache Buchführung empfiehlt sich für kleinere Unternehmen mit überschaubaren Geschäftsprozessen. Das trifft auf Freiberufler sowie Einzel-Betriebe mit einem Angestellten zu. Ausgeschlossen sind selbstredend buchführungspflichtige Unternehmen. Sortieren Sie die zu dokumentierenden Konten nach gängigen Geschäftsvorgängen und stellen Sie sie gegenüber: Warenverkäufe und Honorare für die Einnahmen, Personal-, Büro- und Verwaltungskosten sowie Wareneinkäufe für die Ausgaben. Daraus ergibt sich die sogenannte Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Diese übermitteln Sie auf elektronischem Wege an die Finanzverwaltung. Ein Musterformular sowie eine Bearbeitungsanleitung erhalten Sie beim Bundesministerium der Finanzen.

Die doppelte Buchführung richtet sich an Betriebe mit differenzierten Geschäftsprozessen. Wie der Name vermuten lässt, erfolgen pro Vorgang zwei Buchungen. Um die sogenannte Gegenbuchung vermerken zu können, benötigen Sie zwei Buchführungskonten. Sie erfassen, auf welchem Konto die Bewegung stattfand und wozu das Geld verwendet wurde. Dabei verfügt jedes Konto über die Unterteilung „Soll“ und „Haben“.

 

Sind Sie buchführungspflichtig?

 

Die gesetzliche Buchführungspflicht umfasst die doppelte Buchführung samt Jahresabschluss mit Gewinn-Verlust-Rechnung. Buchführungspflichtig sind alle Kaufleute, also Personen, die ein Handelsgewerbe betreiben, eine Firma führen oder im Handelsregister eingetragen sind. Einfach zu merken: Die Rechtsformen GmbH/UG, AG, OHG, KG und GmbH & Co. KG gelten immer als Kaufleute, unabhängig ihrer Interessen. Ebenso zur doppelten Buchführung verpflichtet sind gewerbliche Unternehmen mit Umsätzen von mehr als 600.000 Euro im Kalenderjahr oder Gewerbebetrieb-Gewinn von mehr als 60.000 Euro.

 

Tipp: Defizite im kaufmännischen Bereich sind nicht selten eine mögliche Ursache für das Scheitern eines Startups. Schützen Sie sich vor Misserfolgen, indem Sie ein kaufmännisches Grundwissen über Weiterbildungsmaßnahmen erwerben.
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