🎯 Lernziel

Am Ende dieser Lektion kΓΆnnen Sie den Cashflow mit der direkten und der indirekten Methode berechnen.

Zwei etablierte Wege fΓΌhren zur Berechnung des Cashflows. Beide kΓΆnnen zum selben operativen Ergebnis fΓΌhren, wenn die Zahlen konsistent sind – sie unterscheiden sich im Ausgangspunkt.

Direkte Methode

Formel: Cashflow = Einzahlungen βˆ’ Auszahlungen

Typische Einzahlung: ZahlungseingΓ€nge aus Umsatz (nach Zahlungsziel, nicht nach Rechnungsdatum). Typische Auszahlung: Lieferanten, Personal, Miete, Steuern als Cash, laufende Kosten – alles, was wirklich vom Konto geht.

Indirekte Methode

Formel (vereinfacht): Cashflow β‰ˆ JahresΓΌberschuss + Abschreibung Β± VerΓ€nderungen bei RΓΌckstellungen βˆ’ Zuschreibung Β± weitere nicht zahlungswirksame Korrekturen Β± Working-Capital-Effekte

Abschreibungen und RΓΌckstellungen erhΓΆhen in der indirekten Berechnung typischerweise den Cashflow gegenΓΌber dem Gewinn, weil sie Aufwand ohne Auszahlung sind.

Mini-Beispiel

Ein Monat, direkte Methode: Einzahlungen 8.200 € minus Auszahlungen 6.400 € ergibt einen operativen Cashflow von +1.800 €. In der GuV desselben Monats steht ein Periodenergebnis von +1.200 € (Umsatz 9.500 €, davon 1.300 € noch offen, Abschreibung 400 €). Die Differenz entsteht durch offene Forderungen und die Abschreibung – genau deshalb lohnt die Cashflow-Berechnung neben der GuV.

πŸ’‘ Tipp

Starten Sie als GrΓΌnder mit der direkten Methode, weil sie den klarsten Bezug zu echten Kontobewegungen hat.

βœ… Das nehmen Sie mit

  • Ich kenne die Formel der direkten Methode.
  • Ich kenne die Formel der indirekten Methode.
  • Ich kann anhand des Mini-Beispiels nachvollziehen, warum Gewinn und Cashflow abweichen.