Existenzgründung: allein, zu zweit, zu dritt?

Existenzgründung: allein, zu zweit, zu dritt?

Haben Sie sich schon intensiv Gedanken zu Ihrer Gründung Gedanken gemacht – beispielsweise ob eine Teamgründung in Frage kommt?

Eine Unternehmensgründung frisst Zeit und Nerven. Wollen Sie mit Ihrem Startup durchstarten, ist Ausdauer unerlässlich. Insbesondere in der Planungsphase gilt es, Formalitäten zu klären, Anträge auszufüllen und den Business- sowie Finanzplan auszuarbeiten. Umso schöner, wenn Sie sich dabei auf Unterstützung verlassen können.

 

Motivation und Herausforderung

 

Definitiv gibt es einen Anlass, weshalb Sie sich dazu entschieden haben, ein Startup ins Leben zu rufen. Bei manchen Gründern mag die Geschäftsidee aus der Not geboren sein, beispielweise aufgrund von Arbeitslosigkeit. Bei anderen Gründern steht eine Motivation wie Unabhängigkeit, Anerkennung oder aber Wohlstand im Vordergrund. Wie auch immer es zu Ihrer Entscheidungsfindung kam, rufen Sie sich die Vorteile der Existenzgründung stets in Erinnerung. Bleiben Sie motiviert und haben Sie Ihr persönliches Ziel vor Augen, während Sie sich den bevorstehenden Herausforderungen stellen werden.

Eine Hürde, die Sie zu meistern haben, heißt Zeitmanagement. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt die wohl größte Gründungsherausforderung dar. Insbesondere bei Gründerinnen äußert sich diese unter anderem in der Gestaltung einer flexiblen Arbeitsorganisation. So verbringen Jungunternehmerinnen mit Kind nur knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit im eignen Büro. Viele Handgriffe werden aus dem Home Office erledigt, sobald sich Zeitfenster ergeben. Kinderlose Existenzgründer neigen hingegen zu einer überdurchschnittlich hohen Ansammlung von Arbeitsstunden.

 

Gründen als Team: Was gilt es zu beachten?

 

Besonders für Gründerinnen hat sich daher das Modell der Teamgründung bewährt. Gemein gründen – so die Devise. Je mehr Personen bei der Gründung beteiligt sind, desto mehr Schultern bieten sich an, auf denen zeitlicher Aufwand und unternehmerisches Risiko verteilt werden. Zumeist bringt jeder Gründer individuelle Kompetenzen mit, so dass sich fachliche sowie kaufmännische Defizite ausgleichen lassen. Eine weitere Rechnung, die aufgeht: Je mehr Gründungspartner beteiligt sind, desto mehr Eigenkapital fließt in das Gründungsvorhaben. Das entlastet mitunter die Finanzierung notwendiger Anschaffungen, die zu Beginn der Unternehmensgründung zu tätigen sind.

Beachten Sie jedoch: Um Entscheidungsprozesse nicht unnötig zu erschweren, ist eine Teamgründung mit bis zu drei Partnern zu empfehlen. Viele Gründer bedeuten schließlich auch viele Meinungen, die Entscheidungsprozesse nicht nur erschweren, sondern auch unnötig in die Länge ziehen.

Mit Vorsicht zu genießen, ist ebenso eine Teamgründung unter Freunden. Nicht umsonst heißt es schließlich: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Befreundete Unternehmer sollten bei ihrer Unternehmensgründung Vorkehrungen für Fallstricke treffen. Beispielsweise ist es wichtig, entsprechende schriftliche Vereinbarungen zu treffen, wie viel Gehalt an jeden Gründer ausgezahlt wird, wenn der erwirtschaftete Ertrag nicht dem erhofften entspricht. Besprechen Sie gemeinsam mögliche Risiken und wie Sie gemeinsam mit ihnen lösungsorientiert umgehen wollen.

Für eine Teamgründung kommen verschiedene Rechtsformen in Frage. Informieren Sie sich vorab, welches Gerüst zu Ihrem Unternehmen passt.

 

Gründen als Migrant: Innovationen aus dem Ausland

 

Studien belegen, dass jeder fünfte Gründer in Deutschland aus dem Ausland stammt. Besonders gründungsfreudig sind dabei eingewanderte Akademiker. Fast die Hälfte der Einzelunternehmen sind von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gegründet worden. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Gründer mit Migrationshintergrund die speziellen Anforderungen an eine Unternehmensgründung kennen.

Dass aus dem Ausland stammende Gründer den Weg der Selbständigkeit hierzulande so häufig bestreiten, ist auf kulturelle Motive zurückzuführen. Im Gegensatz zu Deutschland sind Existenzgründungen in anderen Ländern selbstverständlicher. Das führt dazu, dass die Dichte unternehmerischer Vorbilder unter Bekannten oder Verwandten in anderen Kulturkreisen viel höher ist. Das mindert natürlich nicht die Herausforderungen, mit denen sich Gründer konfrontiert sehen.

Zu den aufenthaltsrechtlichen Hürden gesellen sich bei Migranten Sprach- und Qualifikationshindernisse. Beratungsstellen wie Refugees.Academy sind darauf spezialisiert, im Gründungsfall unterstützend unter die Arme zu greifen. Gemeinsam eruieren sie die nötigen Voraussetzungen für eine Existenzgründung und stehen beratend zur Seite.

 

Tipp: Ob allein, zu zweit oder zu dritt, informieren Sie sich als Gründerin bei Ihrer kommunalen Wirtschaftsförderung, ob es spezielle Beratungsangebote für Frauen gibt. Nehmen Sie Förderangebote als künftige Unternehmerin an, denn die Erfahrung zeigt, dass Sie mitunter mit anderen Herausforderungen kämpfen als männliche Gründer.

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