Wettbewerbsanalyse: Wer sind Ihre Mitbewerber?

Wettbewerbsanalyse: Wer sind Ihre Mitbewerber?

Neben der Zielgruppen- und Marktanalyse umfasst ein vollständig ausgearbeiteter Businessplan ebenso eine Wettbewerbsanalyse. Ziel ist es, den Markt auf etablierte Mitbewerber zu untersuchen, die früher oder später Auswirkung auf Ihren Unternehmenserfolg nehmen könnten.

Die zentrale Frage dabei lautet: Warum kaufen Kunden die Produkte und warum nicht? Fokussieren Sie sich bei der Wettbewerbsanalyse auf relevante Faktoren, die Ihren Zielmarkt sowie Ihre Erfolgsaussichten beeinflussen. Hierzu zählen Preissituation und Lieferanten, aber auch das Produktportfolio Ihrer Mitbewerber sowie deren Unternehmensgröße, -umsatz und -reputation. Erkenntnisse erzielen Sie durch das Anwenden marketingorientierter Methoden wie dem 5-Forces-Modell, der SWOT-Analyse und den Balanced Scorecards.

Download: Relevante Faktoren nach dem 5-Forces-Modell

 

Den Markt auf mögliche Wettbewerber untersuchen

 
Um Ihr Unternehmen gegenüber Wettbewerbern abzugrenzen, müssen Sie Ihre Mitbewerber kennenlernen. Was zeichnet Ihre Wettstreiter aus? Und viel wichtiger: Was machen Sie besser?

Wer ein unmittelbarer Wettbewerber sein könnte, ist manchmal gar nicht so offensichtlich. Begeben Sie sich gedanklich in die Position Ihres Kunden. Formulieren Sie einen Suchauftrag, der im Kontext zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung steht, und setzen Sie Ihre Suche im Web via Suchmaschine oder aber über Branchenverbände fort. Werden Sie dabei kreativ, versuchen Sie, über den Tellerrand hinauszublicken. Beispielsweise sind Konkurrenten von Airlines nicht ausschließlich anderen Airlines, sondern auch Bahn- und Busunternehmen. In diesem Fall nennt sich das Produkt „Personenbeförderung“.

 

Die eigenen Stärken und Schwächen dank Wettbewerbsanalyse aufdecken

 
Haben Sie die wichtigsten Wettbewerber identifiziert, gilt es, die auserkorenen Mitbewerber nach Ihren Stärken und Schwächen zu untersuchen. Hierbei hilft Ihnen unter anderem die SWOT-Analyse, ein Instrument für die strategische Planung.
 

1 Strengths (Stärken):

 
Stärken sind Merkmale Ihres Unternehmens, die sich im Vergleich zu den Wettbewerbern positiv abheben.  Vorteile gegenüber der Konkurrenz könnten beispielsweise innovative Produkte, qualifiziertes Personal, spezielles Fachwissen, ein guter Standort oder aber auch niedrige Fixkosten sein.
 

2 Weaknesses (Schwächen):

 
Schwächen sind Faktoren, die für Ihr Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb einen Nachteil darstellen. Eine geringe Finanzkraft, Abhängigkeit von Dritten oder fehlende Ressourcen sind nur einige Beispiele für Faktoren, die Sie in der SWOT-Analyse betrachten sollten.
 

3 Opportunities (Chancen):

 
Chancen sind Entwicklungen im Umfeld oder Markt, die für Ihr Unternehmen mögliche Potenziale darstellen. Zum Vorteil entwickeln können sich unter anderem gesellschaftliche Trends, Veränderung im Kundenverhalten oder technologische Entwicklungen. Für Ihr Unternehmen könnten hierbei neue Produkte, Produktverbesserungen, mehr Absatz oder Umsatz abgeleitet werden.
 

4 Threats (Bedrohungen):

 
Risiken sind Entwicklungen im Marktgeschehen des Unternehmens, aus denen Nachteile entstehen. Dies können Gefahren sein, die Ihr Unternehmen schwächen oder die zu Verlusten führen können. Gesetzliche Änderungen, Veränderungen der Wechselkurse oder auch der Einstieg weiterer Konkurrenten stellen Bedrohungen der Marktsituation dar.
 
Download: Leitfaden zur Durchführung der SWOT-Analyse
 

Des Weiteren können Sie auf das Konzept der Balanced Scorecards setzen; ein Tool zur Dokumentation, Messung und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens bezüglich Vision und Strategie. Die Balanced Scorecards decken ebenso wie die SWOT-Analyse Stärken und Schwächen Ihrer Wettbewerber auf – aber auch Ihre eigenen.

Fällt es Ihnen schwer, zu untersuchende Faktoren zu definieren, beginnen Sie mit folgenden: Preispolitik, Qualität, Service, Vertriebswege, Massenware vs. Nischenprodukt. Vergessen Sie nicht, all Ihre Erkenntnisse in Ihrer dokumentierten Wettbewerbsanalyse festzuhalten.
 

Vom Wettbewerber abheben: USPs definieren

 
Haben Sie Kenntnisse über die künftigen Strategien und Ziele Ihrer Konkurrenten gewinnen können, leiten Sie für Ihr Unternehmen wichtige Maßnahmen ab. Richten Sie Ihren Fokus dabei auf persönliche Chancen und Risiken am Zielmarkt. Eine Gegenüberstellung Ihres Unternehmens mit den Ergebnissen der Wettbewerbsanalyse hilft Ihnen, Ihre USPs zu definieren.

Die Unique Selling Propositions sind die Alleinstellungsmerkmale, die Ihr Startup von den Wettbewerbern abhebt und das Potenzial Ihrer Geschäftsidee unterstreicht.

 

Tipp: Betreiben Sie keine Marktforschung. Konzentrieren Sie sich im Rahmen Ihrer Wettbewerbsanalyse auf fünf bis acht Mitstreiter. Versuchen Sie dabei, Ihre Beobachtungen aus Kundensicht zu betreiben.

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