Businessplan erstellen: Schritt für Schritt zum bankfähigen Plan
Auf allen Wegen Ihrer Existenzgründung dient Ihnen der Businessplan als Kompass: Er begleitet Sie von der ersten Geschäftsidee über die Gründung bis in den laufenden Betrieb. Laut KfW-Gründungsmonitor 2026 wagten 2025 rund 690.000 Menschen in Deutschland den Schritt in die Existenzgründung – deutlich mehr als im Vorjahr (585.000). Wer dabei einen professionellen Businessplan erstellt, verschafft sich gegenüber Bank, Investor oder Arbeitsagentur einen klaren Vorteil, weil Geschäftsidee, Zahlen und Risiken nachvollziehbar dokumentiert sind. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Businessplan erstellen oder schreiben lassen, welche Kapitel hineingehören und was Vorlagen, Tools und sogar KI wie ChatGPT dabei leisten können. (Stand: August 2026)
1. Was ist ein Businessplan?
Ein Businessplan ist ein schriftliches Konzept, das Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt, Organisation und Finanzplanung eines Gründungsvorhabens strukturiert darstellt – als Entscheidungsgrundlage für Banken, Investoren oder die Arbeitsagentur und später als Controlling-Instrument für den laufenden Betrieb.
Kurz gesagt: Einen Businessplan erstellen Sie in sechs Schritten – Geschäftsidee und Zielgruppe beschreiben, Markt- und Wettbewerbsanalyse durchführen, Geschäftsmodell und Rechtsform festlegen, Marketing- und Vertriebsstrategie planen, Finanzplan mit Kapitalbedarf und Rentabilität erstellen und alles im Executive Summary zusammenfassen. Für Bank, Investor oder Arbeitsagentur passen Sie Umfang und Schwerpunkte entsprechend an.
Wenn Sie den Plan lieber strukturiert am Rechner aufbauen statt am leeren Blatt: Im Businessplantool führen Sie Kapitel und Zahlen Schritt für Schritt zusammen — inklusive Kapitalbedarf und Rentabilität.
Damit Sie den Businessplan nicht mit verwandten Formaten verwechseln, hier die Abgrenzung:
- Finanzplan: der zahlenbasierte Teil eines Businessplans – Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität. Ein eigenständiges Kapitel bzw. ein Anhang des Businessplans, keine separate Gründungsleistung.
- Business Model Canvas: eine einseitige Skizze des Geschäftsmodells auf neun Feldern. Gute Vorstufe zur Ideenfindung, aber kein Ersatz für den vollständigen, ausformulierten Businessplan.
- Pitch Deck: die verdichtete Präsentationsform für mündliche Investoren-Pitches. Ergänzt den Businessplan für den Auftritt vor Publikum, ersetzt aber nicht die ausführliche schriftliche Fassung.
Als anerkannte Institution bietet auch die IHK-Gründungsberatung Ihrer Region kostenlose Beratung und Muster für die Businessplan-Erstellung an – eine sinnvolle Ergänzung zu diesem Leitfaden, besonders bei branchenspezifischen Fragen.
2. Wozu müssen Gründer einen Businessplan erstellen?
Einen professionellen Businessplan benötigen Sie, um ein Bankdarlehen zu beantragen, einen Investor oder Kapitalgeber zu gewinnen oder die Arbeitsagentur von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen – etwa im Rahmen des Gründungszuschusses. Auch wer über das Jobcenter aus dem Bürgergeld-Bezug heraus den Start in die Selbstständigkeit plant, muss der Förderstelle einen tragfähigen Businessplan vorlegen, bevor über eine Förderung entschieden wird. Je nach Zielsetzung passen Sie Umfang und Schwerpunkte Ihres Businessplans entsprechend an.
Dabei handelt es sich um ein schriftliches Dokument, das Chancen und Risiken Ihrer Geschäftsidee anhand detaillierter Aspekte widerspiegelt. Teil des Geschäftsplans sind die Ergebnisse Ihrer Zielgruppenanalyse, Marktanalyse sowie Wettbewerbsanalyse, mit denen Sie sich im Vorfeld bereits auseinandergesetzt haben.
Dient der Businessplan anfänglich als Entscheidungshilfe für potenzielle Beteiligte, können Sie ihn später als Controlling-Instrument einsetzen: Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob die im Businessplan festgehaltenen Ziele Ihrer Unternehmensgründung noch zu Ihrer tatsächlichen Entwicklung passen.
3. Businessplan erstellen: Aufbau und Gliederung in neun Kapiteln
Ein guter Businessplan bildet alle wichtigen unternehmerischen Aufgaben für die erfolgreiche Umsetzung Ihres Gründungsvorhabens ab. Er gliedert sich klassisch in einen Textteil und einen Finanzteil (Anhang) und wird durch ein Deckblatt eröffnet. Beim Businessplan schreiben sollten Sie folgenden Aufbau und folgende Gliederung beachten:
3.1 Zusammenfassung (Executive Summary)
Das Executive Summary fasst die wichtigsten Punkte Ihrer Existenzgründung auf ein bis zwei Seiten zusammen und steht trotzdem an erster Stelle, weil Bank oder Investor hier zuerst hineinlesen. Fokussieren Sie sich auf:
- Geschäftskonzept: Was tut das Unternehmen, welche Produkte oder Dienstleistungen bietet es an und wie verdient es Geld?
- Zielgruppe: Wer sind die Kunden und welche Bedürfnisse werden befriedigt?
- Markt und Wettbewerb: Wie groß ist der Markt und wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
- Alleinstellungsmerkmal: Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?
- Finanzen: Wie hoch ist der Kapitalbedarf, welcher Umsatz ist realistisch?
- Team: Wer gründet, mit welcher Qualifikation und Erfahrung?
Ein gutes Executive Summary ist prägnant und leicht verständlich formuliert und gibt jedem Leser in wenigen Minuten einen vollständigen Überblick über Ihr Vorhaben.
3.2 Unternehmensidee, Produkt und Dienstleistung
Beschreiben Sie im Businessplan detailliert Ihre Unternehmensidee sowie das angebotene Produkt oder die Dienstleistung: Was genau bieten Sie an, was ist der einzigartige Verkaufsvorteil (USP), und für welche Zielgruppe lösen Sie welches Problem? Ordnen Sie Ihr Angebot in Markt und Branche ein und erläutern Sie, wie Sie Preis und Positionierung gegenüber vergleichbaren Produkten oder Dienstleistungen festlegen. Ergänzen Sie, sofern relevant, Produktionsanforderungen und Schutzrechte wie Patente oder Marken. Eine klare Beschreibung zeigt potenziellen Investoren und Geschäftspartnern, wie Ihr Vorhaben funktioniert und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind.
3.3 Geschäftsmodell, Rechtsform und Standort
Beschreiben Sie, wie in Ihrem Unternehmen die Wertschöpfung stattfindet – etwa durch Herstellung, Handel mit Waren oder die Vermittlung von Wissen und Know-how bei Beratungs- und Schulungsunternehmen. Erläutern Sie anschließend, welche Rechtsform Sie für Ihr Gründungsvorhaben gewählt haben, wie die Rollen der beteiligten Gesellschafter und die Anteilsverteilung aussehen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen oder Genehmigungen zu beachten sind. Die Wahl der richtigen Rechtsform beeinflusst Haftung, Steuerlast und Kapitalbedarf gleichermaßen und sollte deshalb nicht nebenbei entschieden werden.
Zum Geschäftsmodell gehört außerdem der Standort: Prüfen Sie Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Nähe zur Zielgruppe, Mietkosten im Vergleich zu Alternativen sowie notwendige Genehmigungen wie Bau- oder Gewerbegenehmigungen. Denken Sie auch an Expansionsmöglichkeiten, falls Ihr Unternehmen wachsen soll. Halten Sie schließlich fest, wie viele Mitarbeiter Sie in den ersten Jahren voraussichtlich benötigen und welche Qualifikationen dafür erforderlich sind – Personalplanung und Standortwahl hängen eng zusammen.
3.4 Gründerteam
Portraitieren Sie die Mitglieder des Gründerteams, um potenziellen Investoren und anderen Lesern Einblick in Hintergründe und Erfahrungen zu geben. Gründen Sie allein, beschreiben Sie sich selbst und Ihren fachlichen Hintergrund; ansonsten stellen Sie jedes Teammitglied mit Position, Qualifikation, relevanter Berufserfahrung und bisherigen Erfolgen vor. Ergänzen Sie, welche Rollen und Verantwortlichkeiten die einzelnen Gründerinnen und Gründer übernehmen und wie das Team zusammenarbeitet. Fügen Sie einen Lebenslauf jedes Teammitglieds als Anhang bei – das schafft Vertrauen bei Bank und Kapitalgeber.
3.5 Markt- und Wettbewerbsanalyse
Im Abschnitt zur Markt- und Wettbewerbsanalyse erläutern Sie die allgemeine und spezielle Marktsituation für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung: Wie groß ist der Markt, wie entwickelt er sich, und welche Nachfrage besteht in Ihrer Branche? Binden Sie Ergebnisse Ihrer Zielgruppenanalyse ein und beleuchten Sie mit einer vertieften Wettbewerbsanalyse die wichtigsten Mitbewerber: Wer führt den Markt an, wo entstehen Lücken, und wie heben Sie sich mit Ihrem Alleinstellungsmerkmal ab? Beschreiben Sie außerdem Ihre geplante Markteintrittsstrategie und fassen Sie die daraus resultierenden Chancen und Risiken zusammen. Eine fundierte Markt- und Wettbewerbsanalyse zeigt Investoren und Partnern, dass Ihr Unternehmen auf einem realistisch eingeschätzten Markt agieren kann.
3.6 Marketing und Vertrieb
Planen Sie Ihre Markteintrittsstrategie und zeigen Sie auf, wie Sie Ihre Zielgruppe künftig erreichen. Legen Sie fest, über welche Kanäle Sie werben (etwa Online-Marketing, Social Media oder klassische Werbemaßnahmen) und wie Sie vertreiben – direkt, über Partner oder online. Erläutern Sie zudem Ihre Preisstrategie im Vergleich zu Wettbewerbern und stellen Sie ein Budget für Marketing und Vertrieb auf. Beschreiben Sie schließlich, wie Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen messen und bei Bedarf nachjustieren. Ihr langfristiges Ziel sollte sein, Ihren Marktanteil kontinuierlich zu vergrößern.
3.7 Finanzplan: der Zahlenteil des Businessplans
Ein wichtiger Teil jedes Businessplans ist der Finanzplan, auch Zahlenteil genannt, der häufig als Anhang beigefügt, aber im Textteil erläutert wird. Kurz gesagt: Einen Finanzplan erstellen Sie, indem Sie Kapitalbedarf, Umsatz- und Kostenplanung, Liquiditätsplan und Rentabilitätsvorschau für die ersten drei Jahre zusammenstellen und daraus ableiten, ob und wann Ihr Vorhaben rentabel wird.
Zu den Kernkomponenten gehören:
- Kapitalbedarf: Start-up-Kosten für Gründung und Aufbau des Unternehmens, inklusive einer möglichen Finanzierung über Eigenkapital, Fremdkapital oder ein Förderprogramm.
- Rentabilität: realistische Umsatzprognose und Kostenstruktur, aus der hervorgeht, ab wann das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet.
- Liquidität: eine laufende Liquiditätsplanung, damit Sie jederzeit zahlungsfähig bleiben – gerade in den ersten Monaten die häufigste Ursache für gescheiterte Gründungen.
Beispiel: Wer im ersten Jahr mit 60.000 Euro Umsatz und 45.000 Euro laufenden Kosten plant, weist damit noch keine Rentabilität nach – erst der Abgleich mit dem Kapitalbedarf für die Anlaufphase und der monatlichen Liquiditätsplanung zeigt, ob und ab welchem Monat die Einnahmen tatsächlich die Ausgaben decken. Für die Bank oder Förderstelle muss diese Planung detailliert und nachvollziehbar sein und zeigen, dass Ihr Unternehmen finanziell solide aufgestellt, kreditwürdig und förderwürdig ist. Wie Sie einen Finanzplan im Detail aufbauen und welche Kennzahlen dabei entscheidend sind, lesen Sie in unserem vertiefenden Beitrag Finanzplan erstellen: So decken Ihre Einnahmen die Kosten. Den Bedarf selbst rechnen Sie im Leitfaden Kapitalbedarf ermitteln; die private Lebenshaltung gehört als Privatentnahme in denselben Zahlenteil. Zur Deckung des Kapitalbedarfs über die Beantragung von Fördermitteln lohnt sich zudem ein Blick auf öffentliche Fördermittel für Existenzgründer.
3.8 Risikoanalyse (SWOT-Analyse)
Jeder Businessplan enthält eine Risikoeinschätzung. Beschreiben Sie, mit welchen Maßnahmen Sie mögliche Risiken begrenzen, und zeigen Sie zugleich Marktchancen auf, um das Wachstumspotenzial Ihres Unternehmens zu unterstreichen. Eine übersichtliche Darstellung bietet die SWOT-Analyse: Sie stellt Stärken und Schwächen Ihres Vorhabens den Chancen und Risiken aus dem Markt gegenüber und macht auf einen Blick sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht.
3.9 Ablauf- und Zeitplan
Ein zeitlicher Ablaufplan ist beim Businessplan schreiben optional, aber für viele Stakeholder von großem Interesse. Da sich Termine häufig verschieben, pflegen Sie den detaillierten Zeitplan bestenfalls extern und kennzeichnen im Businessplan selbst nur die fest definierten Meilensteine bis zum Start und in die ersten Betriebsmonate.
4. Businessplan-Vorlage und Tools: So geht’s schneller
Nicht jeder möchte einen Businessplan komplett am leeren Blatt beginnen. Eine bewährte Einstiegshilfe ist das Business Model Canvas: Die einseitige Vorlage strukturiert Ihre Geschäftsidee auf neun Feldern – von Zielgruppe und Nutzenversprechen bis zu Kostenstruktur und Erlösquellen – und verschafft Ihnen in kurzer Zeit einen Überblick über die wichtigsten Punkte Ihrer Existenzgründung. Haben Sie das Canvas ausgefüllt, haben Sie die Grundlage geschaffen, um Ihren Businessplan ausführlich niederzuschreiben.
Für alle, die ihren Businessplan direkt strukturiert und ohne Formatierungsaufwand online erstellen möchten, bietet sich das Businessplantool von Businesswisser an: Es führt Sie Schritt für Schritt durch alle Kapitel dieses Leitfadens, verknüpft Textteil und Finanzteil und rechnet Kapitalbedarf und Rentabilität automatisch mit – ein direkter Weg vom Business Model Canvas zum fertigen, bankfähigen Businessplan. Anders als bei generischen Businessplan-Vorlagen aus dem Internet entsteht dabei kein Textbaustein-Sammelsurium: Ein guter Businessplan lebt davon, dass Sie die Struktur mit Ihrer eigenen Geschäftsidee, Ihren eigenen Zahlen und Ihrem eigenen Marktverständnis füllen – das Tool sorgt lediglich dafür, dass dabei kein Kapitel vergessen wird und Textteil sowie Finanzteil zueinander passen.
Diese und weitere Vorlagen erhalten Sie außerdem in unserem kostenlosen Ebook mit kompaktem Gründerwissen:
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5. Kann KI wie ChatGPT beim Businessplan helfen?
Ja, aber mit klaren Grenzen. ChatGPT und vergleichbare KI-Tools sind gute Ideengeber: Sie helfen beim Formulieren von Executive Summary und Unternehmensidee, liefern erste Textbausteine für Marketingstrategie oder Risikoanalyse und beschleunigen das Businessplan schreiben spürbar.
Was KI nicht leisten kann, ist eine geprüfte Zahlenlogik. Ein Chatbot kennt weder Ihre tatsächlichen Kosten noch belastbare Marktdaten Ihrer Branche und kann Kapitalbedarf, Liquiditätsplan oder Rentabilitätsvorschau nicht verlässlich berechnen. Bitten Sie ChatGPT etwa um eine Umsatzprognose für Ihre Geschäftsidee, liefert es meist eine plausibel klingende Zahl ohne Bezug zu Ihrer tatsächlichen Branche, Region oder Wettbewerbssituation – für die Bank zählt am Ende aber ein in sich stimmiger, bankfähiger Finanzplan und keine unbelegte KI-Schätzung. Für diesen Teil eignet sich ein strukturiertes Tool mit hinterlegter Zahlenlogik wie das Businessplantool deutlich besser als ein allgemeines Sprachmodell. Nutzen Sie ChatGPT also gezielt als Formulierungshilfe und Ideengeber, prüfen Sie Fakten und Zahlen aber immer selbst oder lassen Sie sie von einem Tool mit echter Finanzlogik berechnen.
6. Was kostet ein Businessplan – selbst erstellen oder erstellen lassen?
Für die Businessplan-Erstellung stehen Ihnen im Wesentlichen drei Wege offen, die sich in Kosten und Zeitaufwand deutlich unterscheiden:
- Coaching und Beratung: Ein Gründercoach begleitet Sie persönlich durch alle Kapitel und bringt Praxiserfahrung aus vielen Gründungen mit. Die Honorare liegen meist im drei- bis vierstelligen Bereich, je nach Umfang der Begleitung – für viele Gründer über die Arbeitsagentur (AVGS-Coaching) sogar förderfähig.
- Spezialisierte Tools: Strukturierte Tools wie das Businessplantool sind deutlich günstiger als ein Coaching, führen Sie aber ebenfalls Schritt für Schritt durch Textteil und Finanzteil und übernehmen die Zahlenlogik.
- Eigenerstellung mit Vorlage: Wer Zeit statt Geld investieren möchte, kann seinen Businessplan mit einer kostenlosen Vorlage wie dem Business Model Canvas oder unserem Ebook eigenständig erstellen – die günstigste, aber auch aufwendigste Variante.
Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt von Budget, Zeit und Adressat ab: Wer den Businessplan für die Bank oder eine größere Finanzierung braucht, profitiert oft von professioneller Beratung; wer vor allem strukturiert und selbstständig arbeiten möchte, kommt mit einem guten Tool meist schneller ans Ziel.
TIPP: Erstellen Sie Ihren Businessplan mit Hilfe eines Experten wie einem Gründercoach, um von dessen Erfahrung und Expertise zu profitieren. Über die Gründerberatung unseres Partners karriere.haus können Sie Kontakt zu professionellen Coaches aufnehmen, die Ihnen beim Businessplan schreiben unter die Arme greifen – ganz in Ihrer Nähe oder auch digital über ein Online-Coaching.
7. Wie viele Seiten und wie lange dauert ein Businessplan?
Einen verbindlichen Richtwert für den perfekten Businessplan gibt es nicht – Umfang und Dauer hängen von Komplexität und Adressat ab. Ist Ihre Geschäftsidee überschaubar und lokal verortet, kursieren Orientierungswerte von acht bis zehn A4-Seiten. Weist Ihr Vorhaben einen regionalen Bezug auf, planen Sie zwölf bis 20 Seiten ein. Bewegen Sie sich mit Ihrer Geschäftsidee auf nationalem oder internationalem Parkett, empfiehlt es sich, tiefer ins Detail zu gehen – schließlich müssen Sie größere Investoren von Ihrem Vorhaben überzeugen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit, mit Ihrem Businessplan die Marke von 50 Seiten zu überschreiten: Investoren nehmen sich für die Prüfung eines Geschäftsplans erfahrungsgemäß nur acht bis zwölf Minuten Zeit, weshalb ein prägnantes Executive Summary und ein ansprechendes Deckblatt wichtiger sind als schiere Länge.
Auch das Businessplan schreiben selbst braucht Zeit: Rechnen Sie je nach Vorwissen, Branche und Umfang mit mehreren Tagen bis Wochen. Mit einer strukturierten Vorlage wie dem Business Model Canvas oder einem geführten Tool geht es spürbar schneller als am leeren Blatt, weil Gliederung und Zahlenlogik bereits vorgegeben sind. Bedenken Sie: Im besten Fall begleitet Ihr Businessplan Sie über die Anfangsphase hinaus und weist Ihnen den Weg durch die ersten erfolgreichen Unternehmensjahre – die investierte Zeit zahlt sich entsprechend aus.
8. Typische Fehler beim Businessplan erstellen
- Zu vage Zielgruppe: Wer „alle” ansprechen will, kann weder Marketingbotschaften noch Umsatzprognosen belastbar herleiten.
- Finanzplan ohne Substanz: Optimistische Umsatzzahlen ohne nachvollziehbare Herleitung fallen Banken und Förderstellen sofort auf.
- Wettbewerb unterschätzt: Wer nur direkte Konkurrenten nennt und indirekte Alternativen übersieht, wirkt bei der Wettbewerbsanalyse unvorbereitet.
- Rechtsform nachrangig behandelt: Die Wahl der richtigen Rechtsform hat Folgen für Haftung, Steuern und Kapitalbedarf und gehört früh in die Planung, nicht als Randnotiz.
- Fehlender roter Faden: Wenn Executive Summary, Textteil und Finanzteil nicht zusammenpassen, wirkt der gesamte Businessplan unglaubwürdig.
- Kein Blick auf die Liquidität: Eine fehlende oder zu knappe Liquiditätsplanung ist einer der häufigsten Gründe, warum tragfähige Geschäftsideen in den ersten Monaten scheitern.
- Unklare Förderfähigkeit: Wer Fördermittel oder den Gründungszuschuss beantragen will, aber die formalen Voraussetzungen im Businessplan nicht adressiert, riskiert unnötige Rückfragen oder Ablehnungen.
- Unprofessionelles Deckblatt: Ein fehlendes oder lieblos gestaltetes Deckblatt ist die erste Seite, die Bank oder Investor sehen – und der erste Eindruck von Ihrem Vorhaben.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ChatGPT einen Businessplan schreiben?
ChatGPT kann beim Formulieren und Strukturieren einzelner Kapitel helfen, ersetzt aber keine geprüfte Zahlenlogik, verlässliche Marktdaten oder Bankfähigkeit. Für den Finanzteil eignet sich ein strukturiertes Tool wie das Businessplantool besser, weil es Kapitalbedarf und Rentabilität nachvollziehbar berechnet statt nur zu formulieren.
Wie kann ich einen Businessplan erstellen lassen?
Dafür stehen Ihnen drei Wege offen: selbst mit einer Vorlage oder einem Tool wie dem Businessplantool arbeiten, sich von einem Gründercoach über karriere.haus begleiten lassen oder die Erstellung komplett extern beauftragen. Welcher Weg passt, richtet sich nach Budget, Zeit und Adressat – etwa Bank oder Arbeitsagentur.
Welche drei Bestandteile hat ein Businessplan?
Ein Businessplan besteht aus dem Textteil (Geschäftsidee, Markt, Strategie), dem Finanzteil (Zahlenplanung mit Kapitalbedarf, Rentabilität und Liquidität) und dem Anhang (Lebensläufe, Verträge, Nachweise und Deckblatt).
Wie lange braucht man für einen Businessplan?
Je nach Vorwissen und Umfang dauert das Businessplan schreiben mehrere Tage bis Wochen. Mit einer strukturierten Vorlage oder einem Tool geht es deutlich schneller als am leeren Blatt, weil Gliederung und Finanzlogik bereits vorgegeben sind.
Was kostet es, einen Businessplan erstellen zu lassen?
Ein Coaching oder eine Beratung bewegt sich meist im drei- bis vierstelligen Bereich, spezialisierte Tools sind deutlich günstiger, und die Eigenerstellung mit einer kostenlosen Vorlage ist kostenlos bis günstig. Wer die Kosten möglichst gering halten und trotzdem strukturiert arbeiten möchte, findet im Businessplantool einen kostengünstigen Mittelweg zwischen Eigenerstellung und Beratung.
Tipp: Beginnen Sie mit dem Business Model Canvas, um Ihre Geschäftsidee zu ordnen, arbeiten Sie die neun Kapitel dieses Leitfadens dann Schritt für Schritt aus und lassen Sie Ihren fertigen Businessplan vor der Abgabe an Bank, Investor oder Arbeitsagentur von einer zweiten Person – idealerweise einem Gründercoach – gegenlesen.
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